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kälte

Der Regen trommelt gegen die Scheibe, lärmt in dieser Stille, dieser Einsamkeit in meinem Herzen. So düster und unwirklich wie mir die Welt da draußen erscheint, offenbart sich auch mein innerstes.

Ein tobender Orkan und doch tieftraurige Stille. Ein Schweigen, so ohnmächtig, hilflos und bewegungsunfähig, das jeglicher Klang in diesem Raum so dröhnend erscheint. Ein kleiner Wassertropfen dringt an mein Ohr, doch die laute Stimme in meinem Herzen bring ich zum Schweigen.
Es ist an mir, ihr zuzuhören, ihr zu lauschen - zu verstehen. Doch wie kann man soviele Jahre des Schweigens, des Versteckens, des Suchens, des Verzweifelns, des Hasses und Neides -verstehen-
Im inneren Kampf schien ich stets unterlegen, im äußeren Dialog erzwang ich den Sieg.
Mein Weg weist viele dunkle Schatten auf, Schatten in denen ich mich nur zugern verkroch um dem unausweichlichen nicht ins Gesicht zu schauen. Voller Zweifel ist der Pfad den ich beschreite nun. Eine düstre Wolke seh ich über meinem Haupt, die immer größer werdend mir den rechten Weg verdunklet. Kein Weg scheint mir gediegen, so stehe ich hier und warte. Jede Erinnerung offenbart mir meine Fehler, meine Lügen, meinen Selbstbetrug.
Gut versteckt, lebte ich in meinem Traumschloss, öffnete nur ab und an die Tür. Jetzt sitz ich hier vor einem Scherbenhaufen, starre auf Reste meines Selbst und kann mich nicht finden. Frage mich was macht mich aus, was haben andere bewirkt? Welches Teil in diesem Puzzlestück gehört zu mir? Ich hebe eine Scherbe auf und seh den Zorn der mich verbittert macht. Ich seh die Angst die meine Mauer war. Den Neid der mich zerfraß und der mich stets und ständig fragen ließ, wie kann ich das erreichen was die andren haben? wie kann ich sein wie sie? Nie fragte ich, was macht mich aus? was macht mich zu mir?....

23.3.07 18:13
 


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Lady L. / Website (24.3.07 01:30)
Der Moment, in dem Deine Welt in Scherben zerbricht ist der Moment, in dem Deine letzte Chance beginnt.

Statt Dich dem Selbstbetrug zu ergeben, kannst Du Dich Stück für Stück (im wahrsten Sinne des Wortes) mit Dir selbst auseinander setzen und Dein Selbstbild neu zusammensetzen.

Dieses Mal darfst Du dabei in keinen Spiegel sehen, keine Vergleiche ziehen, oder Wettbewerbe beginnen, die keiner kämpfen will.

Werde so, wie Du bist, nicht wie Du sein willst.
Sonst tauschst Du eine Lüge gegen eine andere ein - und gewinnst nichts.

Eine Neuerschaffung bringt immer Angst, Schmerz und Trennungen. Aber wenn Du Dich dem bewusst stellst, kannst Du davon ausgehen, dass Du irgendwann Menschen in Deiner Nähe hast, die Dich für das mögen, was sie in Dir sehen können.
Nicht für das, was Du ihnen zeigst - und was sie dann irgendwann durchschauen.
Versetze Dich in die Lage der anderen und versuche zu VERSTEHEN - nicht ANZUNEHMEN.

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